Richtig Sitzen im Home-Office und im Büro

Schreibtischarbeiten werden gerne als „bequeme“ Tätigkeit betrachtet, bei dem keine große körperliche Leistung gefordert wird. Auf den ersten Blick denkt daher ein Laie, dass acht Stunden sitzender Tätigkeit einen Relax-Faktor mit sich bringt. Wie bei so manchem, trügt hier allerdings der Schein. Denn Arbeiten im Sitzen ist für den Rücken enorme Schwerstarbeit und belastet die Muskulatur und Bandscheiben gleichermaßen und kann zusätzlich zu einer Mangeldurchblutung der Rückenpartie führen.

Besonders Selbstständige, die in ihrem eigenen Home-Office viel am Schreibtisch arbeiten, belasten aber durch schlechtes Sitzmobiliar und insbesondere durch falsche Sitzhaltungen ihre Rückenmuskulatur in besonderem Maße.

Laut einer Studie leiden etwa die Hälfte aller Büroangestellten an haltungsbedingten Rückenschäden, die medizinisch Behandelt werden müssen, um dauerhafte Schäden an Wirbelsäule und Muskulatur zu vermeiden.

Doch warum geht das vermeintlich bequeme Sitzen so auf den Rücken?

Allein die Tatsache, dass der Körper des Menschen für Arbeiten im Sitzen über einen längeren Zeitraum nicht geschaffen ist, zeigt, dass durch eine sitzende Haltung vor allem die Rückenmuskulatur langfristig belastet wird. Die Dauerbelastung erzeugt Ermüdungserscheinungen in der Muskulatur. Die Folge sind Schmerzen im Rücken und in der Lendengegend.

Verkrampfen Muskeln, so nehmen wir unbewusst Schonhaltungen ein, die in den meisten Fällen zur Überdehnung des Rückens führt. Dadurch können andere Muskelpartien zusätzlich verkrampfen und unangenehme Rückenschmerzen sind die Folge. Der Stress der Arbeitswelt trägt zu all dem zusätzlich bei.

Was kann man tun?

Es gibt generell 3 Ansatzpunkte die ganze Problematik zu umgehen und am Schreibtisch rückenschonender zu Arbeiten:

  • Auf die Sitzhaltung achten
  • Sport treiben – insbesondere Schwimmen ist sehr gut um die Rückenmuskulatur zu stärken
  • seinen Arbeitsplatz mit ergonomischen Büromöbeln ausstatten

Arbeitet man länger als 4 Stunden im Sitzen, sollte man ganz bewusst auf seine Sitzhaltung achten. Ein „Herumlümmeln“ auf dem Bürostuhl ist eine falsche Sitzhaltung und führt zu Verkrampfungen. Richtig zu Sitzen ist nicht so einfach wie man denkt. Hält man sich an folgende Punkte so entlastet man seinen Rücken:

Korrekte Ausrichtung des Monitors

  • Bildschirm so ausrichten, dass beim Arbeiten der Körper nicht verdreht werden muss
  • Optimale Entfernung zum Bildschirm beträgt etwa eine Armlänge
  • Bildschirmoberkante auf Blickhöhe ausrichten

Sitzen am Schreibtisch

  • Tisch in der Höhe so einstellen, dass Arme bequem in einem 90° Winkel zum Tisch liegen
  • Schreibtisch organisieren – Arbeitsmittel in Reichweite legen

Sitzen auf dem Bürostuhl

  • Stuhl in der Höhe so einstellen, dass Beine im rechten Winkel zum Tisch ausgerichtet sind
  • Die volle Sitzfläche ausnutzen – Sitzen an der Vorderkante des Stuhls erzeugt Mangeldurchblutung in den Beinen
  • Rückenlehne oft nutzen um den Rücken zu entlasten
  • Immer aufrecht sitzen
  • Falls vorhanden: Wippmechanik nutzen um dem Rücken Entlastung zu verschaffen

Ergonomische Büromöbel nutzen

Weiterhin kann man mit ergonomischen Büromöbeln dafür sorgen, dass der Rücken bei Schreibtischarbeiten zusätzlich geschont wird.
Hier gibt es zahlreiche innovative Büromöbel, die sich im Alltag bewährt haben.
Neben ergonomischen Drehstühlen, die mit modernen Features wie etwa Synchron-Mechanik, Wippmechanik und Kniewippmechanik ausgestattet sind, bieten vor allem höhenverstellbare Schreibtische ein neues, gesundes Arbeitsgefühl.
Diese Schreibtische kann man per Knopfdruck auf Standhöhe hochfahren, so dass man beispielsweise fünfzehn Minuten im Stand arbeiten kann – Eine enorme Entlastung für den Rücken.

Ein letzter Tipp am Rande:
Auch wenn es vielleicht albern aussieht – machen sie doch alle 2 Stunden ein paar Lockerungsübungen – Ihr Rücken wird es Ihnen Danken!

Autor: www.bueromoebel-experte.de

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